Kategorie-Archiv: SDAJ

Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse – 1. Mai

1. Mai 2016

Auch 2016 werden wir am 1. Mai dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse auf die Straße gehen!!!

Weitere Infos werden noch folgen

Willst du mit mir Camp(f)en? – SDAJ Pfingstcamp

13. Mai 2016 19:00bis16. Mai 2016 13:00

Lass uns zusammen camp(f)en!

Gegen Rassismus und Diskriminierung!
Die rassistische Debatte in Politik und Medien um die sogenannte „Flüchtlingskrise“ liefert mit „dem Flüchtlich“ einen Sündenbock für die Einsparungen der letzten Jahre bei Bildung und Sozialem und macht damit rassistische Positionen hoffähig. Dies spiegelt sich auch auf der Straße wider: AfD und PEGIDA hetzen, machen Stimmung gegen diejenigen, die weder Schuldtragende für ihre eigene Lage, noch für die allgemeine Situation in Deutschland sind. Wenn wieder einmal ein Flüchtlingsheim brennt, wenn der wütende Mob durch die Straßen zieht und Menschen in Angst versetzt, dann müssen wir uns dem gemeinsam entgegenstellen!

Gegen Bundeswehr und Krieg!
Auf 30 Milliarden Euro jährlich belaufen sich die Rüstungsausgaben der Bundesregierung und in den nächsten 15 Jahren werden sie nochmals um 135 Milliarden Euro aufgestockt – Geld, das in die Modernisierung von Schulen und Universitäten investiert werden könnte oder in eine menschenwürdige Unterkunft für alle Flüchtlinge in Deutschland. Wir Jugendlichen sollen Kriege führen, an denen wir nichts zu gewinnen haben und später trotz dessen ihre Konsequenzen tragen. Lasst uns gemeinsam Widerstand gegen den Rüstungswahn organisieren!

Für unsere Rechte in Schule und Betrieb!
Die Schule erhebt den Anspruch uns auf das Leben vorzubereiten. Faktisch wird durch die verschiedenen Schulformen vielen Jugendlichen weitergehende Bildung verwehrt. Wer das verhindern möchte, ist immer häufiger auf teure Nachhilfe angewiesen, da es im Bildungssystem an vielem fehlt. Im Betrieb müssen wir Jugendlichen häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten, schieben Überstunden und werden am Ende doch oft genug nicht übernommen. Wir haben alle ein Recht auf kostenfreie Bildung sowie Ausbildung und Übernahme im erlernten Beruf. Lass uns dafür kämpfen!

Freitag bis Montag Campen, Diskutieren und Feiern! Karten Kosten 15€ und gibt es bei eurer SDAJ Gruppe Vorort!

SDAJ beim 1. Mai

1.Maibild-Seite001Auch dieses Jahr haben wir uns wieder an den 1. Mai-Aktionen des DGB in Aachen beteiligt. Gemeinsam mit unserem Aktionsbündnis Aachener Kommunisten, unterstützen wir die Demonstration lautstark und machten auf die schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer heutigen Zeit aufmerksam.  Bei der Feier auf dem Aachener Markt haben wir während unseres gemeinsamen Infostandes mit den türkischen, griechischen, iranischen und den Genossen der DKP, viele verschiedene Diskussionen geführt. Ein Höhepunkt war, als Ministerpräsidentin Kraft auf der Bühne eine Rede von sich ließ, die ein einziger Hohn war. So sei es heute für jeden möglich einen freien Zugang zur Bildung zu haben, es wäre nun nicht mehr ein Problem studieren zu können, wenn man dies möchte. Doch nur weil die Studiengebühren abgeschafft wurden, ist es lange noch nicht möglich, dass Jede/r sich das Studium leisten und dann auch noch erfolgreich abschließen kann. Wer den Studienbeitrag nicht gerade von seinen Eltern bezahlt bekommt, muss neben dem Erwerb für eine eigenständige Lebenssicherung (Miete, Lebensmittel, Kleidung etc.) auch diesen nicht grade niedrigen Studienbeitrag jedes Halbejahr aufbringen. So kommt es nicht selten vor, das der Nebenjob zum Hauptberuf wird und das Studium in den Hintergrund gerät. Aber wir wollen auch nicht die Situation in den Schulen vergessen. Jedes Jahr müssen Bücher und andere Materialien aus der eigenen Tasche bezahlt werden, das Mittagessen in den Mensen und weitere Verbrauchmaterialien wie Hefte, Blöcke, Stifte und und und darf man auch nicht vergessen zu kaufen. Ständiger Stundenausfall wegen Lehrermangel, Schulbücher aus dem letzten Jahrhundert und veraltete Unterrichtsmethoden erschweren das Lernen ebenfalls. Deshalb konnten wir unseren Ohren fast nicht trauen als die liebe Hanelore ein Loblied auf die heutige Bildung sang. Für uns ist klar, wir müssen weiter und konsequenter für unsere Rechte kämpfen, denn die Augenwischerei, welche tagtäglich betrieben wird, wie z.b Versprechungen zu neuen Ausbildungsplätzen welche geschaffen werden sollen, bei denen aber keine Ausbildung stattfindet sondern eine reine Ausnutzung als billige Arbeitskraft, wachsende Einschreibezahlen an Unis, welche aber nicht die Abbrecherquoten berücksichtigen und so weiter darf uns nicht blenden. Die Hetze gegen Griechenland, welches uns ausnehmen und seine Schulenden nicht zurückzahlen will, wobei es die deutschen Großkonzerne sind, welche von Griechenlands Pleite profitieren, muss ein Ende haben. Auch deshalb haben wir ein Bündnis mit unseren griechischen Genossen zum 1. Mai angestrebt. Diejenigen die unsere Wahrnehmung trüben wollen, sind auch Diejenigen welche die Macht innehaben, sie wollen die Gesellschaft spalten, damit auch jeder kleinste Protest im Keim erstickt werden kann, um ihre Machtstellung zu sichern. Deshalb kämpfen wir solidarisch mit allen, in aller Welt gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit.

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

Festival der Jugend 2015

Ende Mai dieses Jahres ist es wieder soweit! Vom 22.-25. Mai 2015 findet das Festival der Jugend im Jugendpark in Köln statt. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen wollen wir feiern und diskutieren. Mit Konzerten, spannenden Workshops und aufregenden Sport- und Kulturangeboten wollen wir gemeinsam ein cooles Festival gestalten. Zu diskutieren gibt es für die arbeitende und lernende Jugend sehr viel. Überall bemerken wir, wie unsere Lebensumstände sich stetig verschlechtern, unsere Schulen zerfallen, unser Ausbildungsgehalt sinkt und unsere Wohnungen immer teurer werden. Doch Geld ist da! Aber wohin fließt das Geld, wenn nicht in Schule und Ausbildung oder die Kommunen? Ein großer Geldfresser in Deutschland ist die Bundeswehr, deren Etat in diesem Jahr schon wieder erhöht wurde. Die Bundeswehr wird weiter aufgerüstet und auch immer häufiger eingesetzt. Von deutschem Boden geht Krieg aus! Der deutsche Imperialismus dominiert die EU. Doch das ist nicht genug, die EU soll wachsen und mit ihr der Einfluss Deutschlands in der Welt. Krieg und Leid in aller Welt und Deutschland ist vorne mit dabei. Die Bundeswehr ist an 17 Kriegseinsätzen beteiligt. Tendenz steigend. Doch auch innerhalb Deutschlands rückt uns das Militär weiter auf die Pelle. Man will uns weiß machen, die Bundeswehr wäre eine Friedensarmee, die nur in Einsätze geschickt wird, um zu helfen. Außerdem sei die Bundeswehr ein toller Arbeitgeber – einer der größten Deutschlands sogar. Doch die Bundeswehr kämpft nicht für den Frieden und sie gibt uns auch keine guten und sicheren Jobs. Denn die deutsche Armee kämpft nicht für unsere Interessen als Schüler oder Auszubildende, sie kämpft für die Interessen der Banken und Konzerne in unserem Land. Wenn es heißt, es gehe um Demokratie und Menschenrechte, dann heißt das übersetzt: Es geht um Absatz- und Kapitalmärkte, es geht darum Profite zu vermehren. Dafür sollen wir als Soldaten tatsächlich in den Krieg ziehen. Doch wir wollen nicht nur diskutieren, das Festival hat wesentlich mehr Facetten: Von Fußballturnier bis Kistenklettern, von Foto-Workshop bis Hip Hop, von Werkstatt bis Kino, von Konzerten bis Party die ganze Nacht. Denn wir wollen auch feiern! Am Freitag und Samstagabend gibt es erst coole Konzerte auf der Großbühne und dann heiße Beats zum Tanzen! Wer dann noch Lust und Ausdauer hat, kann am Sonntag die historischen Errungenschaften der Arbeiterbewegung in Form vom Arbeiterliederabend zelebrieren.

Das komplette Programm  und weitere Infos findest du HIER

Wenn auch du nun Lust auf unser spannendes Festival der Jugend hast, schreib uns einfach eine Mail.

Wir freuen uns auch dich!

WE CAN’T BELIEVE WE’RE STILL PROTESTING

Anlässlich des Internationalen Frauentages hatten das Türkische Volkshaus Aachen und die Griechische Gemeinde am 08. März zum gemeinsamen Feiern eingeladen.

In geselliger Runde wurde, teilweise dreisprachig, über die Situation der Frauen diskutiert, Gedichte vorgelesen, Lieder gespielt, Filme gezeigt und Comics betrachtet, denn der Internationale Frauentag, der in Deutschland zum ersten Mal 1911 gefeiert wurde, ist heute leider immer noch genauso wichtig wie damals – und nicht nur in Deutschland! Während es in Deutschland vor allem um die gerechte und gleiche Bezahlung von Frauen und Männern geht, um das Ende der Ausbeutung durch asoziale Arbeitsgesetzgebung und wirtschaftliche Anerkennung von Reproduktionsarbeit (Kindererziehung, Pflege, Hausarbeit), müssen in anderen Teilen der Welt immer noch grundlegende Missstände bekämpft werden:

In der Türkei werden Frauen wieder zunehmend von der Politik unterdrückt. Hinzu kommen die häusliche Gewalt gegen Frauen und die erschreckende Zahl an so genannten Ehrenmorden in den ländlicheren Gebieten, bei denen die Staatsgewalten meist durch Wegschauen glänzen.

In Griechenland hat sich die Situation der Frauen durch die von der EU und Deutschland provozierte Krise dramatisch verschlechtert: Die Arbeitslosenquote bei Frauen stieg nochmals stärker als die von Männer und durch die Sparmaßnahmen der Regierung im sozialen Sektor müssen Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Sozialzentren geschlossen werden – Einrichtungen, die bisher die Familien entlastet haben und deren Aufgaben nun wieder auf den Schultern der Frauen lasten.

Die teils drastischen, teils unterhaltsamen Beiträge regten zum Nachdenken an und machten deutlich, dass es auch nächstes Jahr wieder heißen muss:

Gegen Sexismus und Diskriminierung! Für Solidarität und Veränderung!

SDAJ informiert Schüler

Am Dienstagmorgen stand die SDAJ mit ihrem Infostand vor der Montessori-Gesamtschule Aachen, um die Schüler über ihre Rechte und Möglichkeiten in der Schule zu informieren.

Zu oft haben viele Schüler keine Ahnung welche Möglichkeiten sich in der Schule bieten und das SV-Arbeit sich nicht nur um die Anzahl der Klorollen drehen muss. Vielmehr kann man auch einen politischen Beitrag in der SV leisten. Projekte die sich mit Lehrangeboten beschäftigen oder Engagement gegen Rassismus kann den Schülern früh zeigen, dass es an uns liegt wie die Gesellschaft sich entwickelt.

Wir wollten deshalb die Schüler motivieren sich mehr in ihren Interessenvertretungen zu engagieren und auch über die Schule hinaus ihr Recht auf politische Partizipation wahrzunehmen.

Pfingsten 2014 heißt Sommer, Sonne, Sozialismus!

7. Juni 2014 13:00bis8. Juni 2014 16:00

Wenn du Politik und Diskussionen von Spaß und Party an Pfingsten nicht trennen willst, bist du am 7. Und 8. Juni auch dieses Jahr herzlich zum Pfingstcamp der SDAJ in Bochum eingeladen! Gemeinsam ziehen wir Workshops zur Interessenvertretungspolitik von SchülerInnen und Azubis in unserer aktuellen Kampagne auf, diskutieren über unsere antifaschistische Arbeit als bundesweit aktive NazigegnerInnen und stellen fest, welche Aufgaben wir künftig als internationalistische Jugend auch durch die aktuelle deutsche und europäische Flüchtlingspolitik angreifen müssen. Kämpferische Diskussionen und ständiger Austausch sind und waren immer unentbehrliche Grundlagen der Jugend, um den Kapitalismus zur Geschichte zu machen!
Aber wer arbeiten kann, der kann auch feiern – und weil wir beides besonders gut können, ist auch das Abendprogramm für CocktailliebhaberInnen, Dancefrogs und Fans von Arbeiterliedern wie immer ebenso fester Bestandteil des Programms, wie ein knackiges (das hängt von euch ab 😉 Fußballturnier und natürlich der legendäre Hamburger Fünfkampf! Verpflegung – selbstverständlich auch vegane – und Getränke gibt’s vor Ort!
Für ein actionreiches, lehrreiches und unvergessliches Pfingstwochenende 2014!
Wenn ihr fragen habt oder euch Anmelden wollt schreibt uns einfache eine Mail an:  kontakt@sdaj-rheinland.de

“Friedensfreunde” werden aggressiv

An vielen Stellen hat man schon von ihnen gehört. Den sogenannten Friedensdemonstrationen 2014. Diese haben nun auch in Aachen eine neue Anlaufstelle gefunden und jeden Montag kommen die “Friedensfreunde” zusammen, um ihre Form von Friedenspolitik zu präsentieren.

Grund genug für die SDAJ Aachen sich selbst ein Bild zu machen und dann zu entscheiden womit man es eigentlich zu tun hat bei diesen Friedensdemos. Mit einer Information des Bundesvorstandes der SDAJ (Link) besuchten wir die Veranstaltung. Da unsere Information sich kritisch mit den Urhebern dieser Friedensdemos auseinandersetzt, folgte die Konfrontation sehr schnell. Mehrere TeilnehmerInnen bedrängten ein Mitglied der SDAJ. Unter dem Vorwand diskutieren zu wohlen, brüllten sie jedoch nur hysterisch herum. Ein anderer Teilnehmer versuchte eine Scheindiskussion aufzubauen, auf die Frage ob man sich von Faschisten distanziere, kam jedoch nur der Hinweiß, dass “man sich das Links und Rechts ja nur aufzwingen lasse”, dadurch sollen wir von unserem “wahren” Feind abgelenkt werden. Wer denn dieser Feind sei konnte der junge Mann auch sofort beantworten, dass Finanzkapital. Auf die Frage, wer denn hinter dem Finanzkapital stecke, wollte er dann nicht mehr so leicht antworten.

Fakt ist, dass die Teilnehmer zwei Dinge bestätigt haben, sie distanzieren sich nicht von Faschisten und hinter den leeren Phrasen vom Finanzkapital steckt ein dumpfer Antisemitismus. Das aggressive Auftreten gegen kritische Menschen erinnert zudem stark an Sekten wie Scientology.

Weiter glorifizierte der junge Mann auch Jürgen Elsässer, er war förmlich pikiert, dass wir diesen als neurechten Verschwörungstheoretiker bezeichneten. Doch wer ist Jürgen Elsässer? Früher einmal aktiv im Kommunistischen Bund (KB) entwickelte er sich Stück für Stück nach Rechts. Sowohl in seiner “Volksinitiative gegen das Finanzkapital” als auch in seiner Zeitschrift “Compact” finden wir eine Vermischung von Esoterik und neurechtem Gedankengut. Man muss auch nicht lange suchen, um bei dem Sarrazin-Freund Elsässer eindeutige Schlagworte zu finden. So sagte er 2006 “Mit Staatsknete wird Multikulti, Gendermainstreaming und die schwule Subkultur gefördert, während die Proleten auf Hartz IV gesetzt werden.” und 2010 verteidigte er den Rassisten Sarrazin mit den Worten “Den Multikulti-Strategen um Wulff sei gesagt: Die Identität Deutschlands wurzelt in der ‚deutschen Leitkultur‘. Diese wird geprägt durch die großen Strömungen des Christentums im Land. […] Jüdische und islamische Einflüsse gab und gibt es zwar. Sie als gleichberechtigt daneben stellen zu wollen, ist aber in der Sache unsinnig und in der Intention zerstörerisch für die deutsche Nationalkultur.” Was hier zu hören ist, ist blanker Rassismus der auf den Ideen der Blut und Boden Theorie fußt. Kein Wunder das Faschisten der NPD, der Partei Die Rechte und auch die rassistische Alternative für Deutschland (AfD) auf den Zug aufspringen und dazu aufrufen, sich an den “Friedensdemos” zu beteiligen. Erst vor kurzem besuchte Elsässer eine Veranstaltung der AfD in Dahlem. Bei dieser Veranstaltung beantwortet er die Frage, ob er die Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland gut fände mit “ja”.

Der Vordenker der Friedensdemos ist somit ein Rassist und Homophob! Was darf man also von den “Friedensfreunden” erwarten? Zum Einen, dass es sich tatsächlich um Verschwörungstheoretiker handelt, die sich nach Rechts öffnen, um eine gemeinsame Querfront gegen das “jüdische” Finanzkapital zu schmieden. Dies zeigen auch die Onlineseiten der “Friedensfreunde”. Besucht man z.B. die Seite “Finde die Wahrheit – was wissen wir wirklich”, dann finden wir Beiträge zu Illuminati, Geheimen Wissen, Ausserirdischen etc. Allein beim Anblick der Seiten kommen einem ernsthafte Zweifel an den neuen Kämpfern für den Frieden auf. Zum Anderen, finden wir auf den Demonstrationen Menschen, die ehrlich etwas gegen Krieg und für den Frieden in der Welt machen wollen, die jedoch von den neurechten Esoterikern instrumentalisiert werden.

Für uns als SDAJ Aachen steht fest, dass mit solchen sektenartigen Gruppen keine gemeinsame Friedensarbeit stattfinden darf. Wer hinter hochtönenden Phrasen Rassismus und Antisemitismus verdeckt ist absolut und unzweifelhaft Untragbar!

Wir raten auch, sich das Interview mit Jutta Ditfurth anzuschauen. Die Soziologin und politische Aktivistin macht sehr deutlich, mit welcher Spreu wir es hier zu tun haben!

Heraus zum 1. Mai


In Aachen werden wir uns ebenfalls an der Demonstration des DGB beteiligen. Treffpunkt ist um 10 Uhr am DGB-Haus, Dennewartstr. 17.

Kleines Zeichen der Solidarität

kgb ukraineAm Dienstagabend versammelten sich rund 25 linke AktivistInnen um ein Zeichen gegen die zunehmende Faschisierung der ukrainischen Gesellschaft zu setzen. Das dies nötig ist, zeigt z.B. der Brandanschlag gegen eine Synagoge in der Ukraine. Die Aktivisten wollten auch zeigen, dass der zum Teil berechtigte Protest in der Ukraine gegen Janukowitsch von Oligarchen und Faschisten für ihre Interessen instrumentalisiert wird.

Im ersten Redebeitrag machte ein Vertreter der Linksjugend genau dies noch einmal sehr deutlich und wies auch daraufhin, dass eine demokratische Selbstverwaltung des Volkes wünschenswert wäre, dass aber derzeit die Proteste in eine falsche Richtung gelenkt werden.

Im zweiten Redebeitrag (siehe unten) machte die Vorsitzende der SDAJ noch einmal deutlich, dass Kritik an Timoschenko und den Faschisten nicht bedeute, dass man für Janukowitsch sei. Und auch eine Kritik der ehemaligen Politik der Kommunistischen Partei der Ukraine dürfte nicht dazu führen, dass man sich entsolidarisiere mit den verfolgten Genossen.

kgb ukraine1Besonders erfreulich war, dass Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der LINKEN sich Zeit genommen hatte und nach Aachen gekommen war. Er war in der Lage die Situation in der Ukraine noch einmal deutlicher darzustellen, da viele Informationen die nach Deutschland kommen mehr zur Propaganda als zum freien Journalismus gehören.

Die SDAJ Aachen konnte so ein schweres Thema auf die Straße bringen und die internationale Solidarität hochhalten, gemeinsam mit den Bündnispartnern der Linken, der Linksjugend Solid, des AFAB und der TKP.

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Folgend veröffentlichen wir den Redebeitrag der SDAJ Aachen:

Protest in der Ukraine
Wir lassen uns nicht blenden

Seit Wochen nehmen die Unruhen in der Ukraine zu. In unserem Land erzählt man uns, dass die Menschen in Kiew für eine weltoffene und demokratische Ukraine kämpfen und gegen den Diktator Janukowitsch. Was man aber verschweigt oder herunterspielt, ist die Tatsache, dass faschistische Gruppierungen den Protest für sich zum Vorteil nutzen.
Jetzt wo Teile der Westukraine in den Händen der „Protestler“ ist, sieht man die schwerwiegenden Folgen. Ein Faschist wurde zum Generalstaatsanwalt gewählt, die Parteibüros der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) wurden gestürmt und verwüstet, Lenin-Denkmäler und Denkmäler für die Befreiung von Faschismus werden niedergerissen, Kommunisten werden durch die Straßen gehetzt, das Verbot der KPU soll durchgesetzt werden, Russisch als zweite Amtssprache wurde verboten. Der Rabbiner von Kiew hat den Menschen jüdischen Glaubens geraten die Stadt und am besten auch das Land zu verlassen. Denn seitdem die Faschisten die Kontrolle haben, kommt es verstärkt zu antisemitischen Übergriffen. Was unseren Außenminister Steinmeier nicht davon abhält sich mit Faschisten ablichten zu lassen und der weichgeklopfte Klitschko behauptet sogar, dass die Faschisten die einzigen seien, die jetzt wieder für Ordnung sorgen können.
Gleichzeitig huldigen die „Kämpfer für die Demokratie“ ehemaligen ukrainischen Mitgliedern der Waffen-SS und gehen mit Parolen dieser Gruppe wieder auf die Straße.

Heißt das, dass man für Janukowitsch sein muss?

NEIN!
Janukowitsch hat seine Macht missbraucht und die Interessen des ukrainischen Volkes mit Füßen getreten. Ihn zu entmachten war ein richtiger Schritt und viele Menschen in der Ukraine demonstrieren aus richtigen Gründen. Doch weder Timoschenko noch die Faschisten werden Antworten auf die Sorgen der Menschen haben. Timoschenko war einst die Gasprinzessin und wurde von diesem Thron gestürzt. Sie verfolgt genau wie die Oligarchie um Janukowitsch nur eigene Interessen. Ihr und den Leuten die hinter ihr stehen geht es auch nur um die eigene Bereicherung. Die Faschisten dagegen wollen eine faschistische Ukraine und das Faschismus niemals den Interessen des Volkes dient, wissen wir in Deutschland am besten. Faschismus heißt Krieg nach Innen und Außen, Faschismus ist Verbrechen.
Unsere Genossen der Kommunistischen Partei in der Ukraine schreiben dazu richtig: „Doch die Massenproteste haben nicht die Natur eines Klassenkonfliktes angenommen. Die verbissene Schlacht fand zwischen zwei Fraktionen der selben Ausbeuterklasse – der Oligarchen-Bourgeoisie – statt, deren am besten organisierte und vorbereitete Gruppe sich der pro-westlichen Strömung, den nationalistischen Kräften und Rechtsradikalen angeschlossen hat.“
Erneut beweisen die Kapitalisten, dass sie im Zweifelsfall auch mit Faschisten zusammenarbeiten, wenn es um ihre Interessen geht.

Und was will der Westen?

Der EU und den USA geht es um Machteinfluss gegenüber dem russischen Imperialismus. Die Lüge, dass der Westen die Demokratie verbreite ist genau so alt wie dumm. Schauen wir uns dafür die Tatsachen an. Als die Faschisten in Kiew randalierten und Menschen verfolgten, da Schritt der Staat zwar ein, aber er unterließ einen exzessiven Einsatz von Gewalt. Als in Deutschland Menschen friedlich gegen die Banken demonstrierten, setzte der Staat Gewalt ein indem er Menschen willkürlichen einkesselte, sie verprügelte, mit Pfefferspray besprühte oder sie mit Wasserwerfern angriff. Bei Stuttgart 21 verlor ein Rentner sein Augenlicht nach einem Angriff eines Wasserwerfers. Janukowitsch ist ein Diktator, weil er sich bereichert hat. Gerhardt Schröder hat seine Amtszeit genutzt um sich einen Posten bei Gazprom zu sichern. Der Fall Edathy hat gezeigt, dass man sich sogar Parteiübergreifend Vorteile verschafft. Und während viele Menschen in der BRD nicht mehr von ihrem Lohn leben können, verschaffen sich die Abgeordneten im Bundestag erst einmal eine Diätenerhöhung. Wenn die Kritik an Janukowitsch (die absolut berechtigt ist) ein Zeichen für ein diktatorisches System sind, dann ist Deutschland das Mutterland der Diktatur.
Lassen wir uns also nicht blenden von der westlichen Propaganda. Die EU und damit vor allem Deutschland verfolgen nur ihre imperialistischen Interessen in der Ukraine. Die Menschen dort sind unseren Kapitalisten genau so egal, wie die Menschen in unserem Land. Unsere Solidarität gehört unseren Genossen der KPU die verfolgt und misshandelt werden, unsere Solidarität gehört jenen die ehrlich für eine bessere Ukraine kämpfen und vor allem gehört sie jenen, die unter Janukowitsch leiden mussten und nun unter den neuen Machthabern leiden.

Deshalb fordern wir:

  • Stoppt die imperialistische Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine. Die Ukraine darf nicht weiter zum Spielball der Imperialisten der EU, USA und Russland werden!
  • Keine Zusammenarbeit mit Faschisten und Menschen die gemeinsame Sache mit Faschisten machen!
  • Für eine freie, demokratische und sozialistische Ukraine!