Kategorie-Archiv: Schule

SDAJ informiert Schüler

Am Dienstagmorgen stand die SDAJ mit ihrem Infostand vor der Montessori-Gesamtschule Aachen, um die Schüler über ihre Rechte und Möglichkeiten in der Schule zu informieren.

Zu oft haben viele Schüler keine Ahnung welche Möglichkeiten sich in der Schule bieten und das SV-Arbeit sich nicht nur um die Anzahl der Klorollen drehen muss. Vielmehr kann man auch einen politischen Beitrag in der SV leisten. Projekte die sich mit Lehrangeboten beschäftigen oder Engagement gegen Rassismus kann den Schülern früh zeigen, dass es an uns liegt wie die Gesellschaft sich entwickelt.

Wir wollten deshalb die Schüler motivieren sich mehr in ihren Interessenvertretungen zu engagieren und auch über die Schule hinaus ihr Recht auf politische Partizipation wahrzunehmen.

SDAJ in Aktion: Vor der Maria Montessori Gesamtschule

SDAJ Stundenplan001Am frühen Morgen verteilten Mitglieder der SDAJ Aachen vor der Maria Montessori Gesamtschule Aachen kostenlose Stundenpläne an die Schülerinnen und Schüler. Obwohl die SDAJ nicht über große Finanzen verfügt, ist es uns wichtig der lernenden Jugend kostenlose Schulmaterialien zur Verfügung zu stellen. Damit unterscheiden wir uns von den kommerziellen Schulplanern, die zwar zu 50% aus Werbung bestehen, die die Schüler aber dennoch für teures Geld erwerben müssen. Auf dem Stundenplan der SDAJ wirbt weder Coca Cola noch OBI, auf unserem Stundenplan wollen wir die Schüler motivieren sich in ihrer Schule zu engagieren. Die Mitarbeit in den Schülervertretungen (SV) steht dabei an oberster Stelle. Denn nur wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen in die eigene Hand nehmen, können sie das vermoderte Bildungssystem aufbrechen. Denn noch immer lernt die Jugend in überfüllten Klassen, mit veraltetem Materialien, kosten viele Schulaktivitäten und Bücher teures Geld und das dreigliedrige Bildungssystem spaltet die Jugend immer noch. Die Hauptforderungen des Bildungsstreiks sind immer noch nicht umgesetzt. Es gibt also viel zu tun in der Schule und in diesem Land.

Die über Hundert Stundenpläne wurden interessiert aufgenommen und es ist zu hoffen, dass einige den Aufruf der SDAJ sich in den SVen zu engagieren sich zu Herzen nehmen und an ihrer Schule dazubeitragen, dass Bildung endlich Menschenrecht wird und nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Lehrermangel tötet Philosophie

In der Gesamtschule Eschweiler müssen SchülerInnen um ihr viertes Abiturfach, Philosophie, bangen.

Seid dem 11. Jahrgang wurde den SchülerInnen das Fach Philosophie angeboten. Auch nach Lehrer wechsel im 12. Jahrgang wurde der Kurs gut besucht und einige SchülerInnen dieses Kurses haben dieses Fach für sich entdeckt und haben es zu ihrem vierten Abiturfach gewählt.

Doch nun wurde ihnen am ersten Schultag diesen Jahres verkündet, das aufgrund akuten Lehrermangels es nicht mehr möglich sei, Philosophie in diesem Jahr und somit auch nicht im Abitur zur Verfügung zu stellen. Nun müssen sich die SchülerInnen ein Ausweich-fach suchen, welches sie statt Philosophie nehmen müssen.

Es ist nicht das erste mal, das SchülerInnen unter lehrermangel leiden müssen, leider ist dies an vielen Schulen Alltag. Es fängt damit an, dass Stunden ausfallen müssen, da nicht ausreichend Vertretungslehrer vorhanden sind, es gibt ein eingeschrängtes Fachangebot, weil Fachlehrer fehlen und der Stundenplan wird dadurch verzerrt. Dies sind nur einige Probleme des Lehrermangels. Doch das schlimmste daran ist, das die Schüler dieses fehlerhafte Schulsystem ausbaden müssen.

Grade in der Oberstufe müsste für ein ausreichendes Bildungsangebot gesorgt werden, damit die SchülerInnen bestmöglich für das Leben nach der Schule ausgebildet werden. Was nützt einem ein Abitur mit Mathematik im Hauptfach, wenn man einen geisteswissenschaftlichen Beruf anstrebt? Die SchülerInnen müssen individuell gefördert werden und das geht nur mit ausreichend LehrerInnen. Da das Schulsystem aber nicht nur an fehlenden Lehrern schwächelt, ist die einzige Lösung eine Überholung des veralteten Schulsystems.

Die SDAJ fordert schon lange eine Schule für alle, dies wäre der erste Schritt in die richtige Richtung, ob sich jedoch ein sozial gerechtes Bildungssystem unter kapitalistischen Bedingungen entwickeln lässt, ist äußerst fraglich.