Kategorie-Archiv: Allgemein

Willst du mit mir Camp(f)en? – SDAJ Pfingstcamp

13. Mai 2016 19:00bis16. Mai 2016 13:00

Lass uns zusammen camp(f)en!

Gegen Rassismus und Diskriminierung!
Die rassistische Debatte in Politik und Medien um die sogenannte „Flüchtlingskrise“ liefert mit „dem Flüchtlich“ einen Sündenbock für die Einsparungen der letzten Jahre bei Bildung und Sozialem und macht damit rassistische Positionen hoffähig. Dies spiegelt sich auch auf der Straße wider: AfD und PEGIDA hetzen, machen Stimmung gegen diejenigen, die weder Schuldtragende für ihre eigene Lage, noch für die allgemeine Situation in Deutschland sind. Wenn wieder einmal ein Flüchtlingsheim brennt, wenn der wütende Mob durch die Straßen zieht und Menschen in Angst versetzt, dann müssen wir uns dem gemeinsam entgegenstellen!

Gegen Bundeswehr und Krieg!
Auf 30 Milliarden Euro jährlich belaufen sich die Rüstungsausgaben der Bundesregierung und in den nächsten 15 Jahren werden sie nochmals um 135 Milliarden Euro aufgestockt – Geld, das in die Modernisierung von Schulen und Universitäten investiert werden könnte oder in eine menschenwürdige Unterkunft für alle Flüchtlinge in Deutschland. Wir Jugendlichen sollen Kriege führen, an denen wir nichts zu gewinnen haben und später trotz dessen ihre Konsequenzen tragen. Lasst uns gemeinsam Widerstand gegen den Rüstungswahn organisieren!

Für unsere Rechte in Schule und Betrieb!
Die Schule erhebt den Anspruch uns auf das Leben vorzubereiten. Faktisch wird durch die verschiedenen Schulformen vielen Jugendlichen weitergehende Bildung verwehrt. Wer das verhindern möchte, ist immer häufiger auf teure Nachhilfe angewiesen, da es im Bildungssystem an vielem fehlt. Im Betrieb müssen wir Jugendlichen häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten, schieben Überstunden und werden am Ende doch oft genug nicht übernommen. Wir haben alle ein Recht auf kostenfreie Bildung sowie Ausbildung und Übernahme im erlernten Beruf. Lass uns dafür kämpfen!

Freitag bis Montag Campen, Diskutieren und Feiern! Karten Kosten 15€ und gibt es bei eurer SDAJ Gruppe Vorort!

Nicht jeder Clown gehört zum Karneval

Am 23.01.16 wurde wie jedes Jahr wieder der Orden „Wider den tierischen Ernst, für Humor und Menschlichkeit im Amt“ vom Aachener Karnevalsverein (AKV) verliehen.

Jedes Jahr folgt die Politprominenz der Einladung des AKVs und feiert feucht fröhlich den Karneval.

Diesmal fehlten allerdings einige der Stammgäste und es gab einen Protest-Geisterzug bis vor den Eurogress, denn in diesem Jahr wurde dieser Orden an Bayerns Finanzminister Markus Söder verliehen. Gemeinsam mit dem Bündnis der Antirassistischen Offensive Aachen wurde ein breiter Protest geplant. Ein Offener Brief an den AKV, in dem man die Veranstalter dazu aufrief, sich einen anderen Ordensträger, der nicht für rassistische Hetze und Ausgrenzung steht, zu suchen wurde nicht beantwortet. Selbst die Absage der Lokalmatadore der „4-Amigos“ und Sarah Wagenknechts, die im letzten Jahr die große Rede hielt, brachte den AKV nicht aus dem Konzept.

Aufgrund dieses ignoranten Verhaltens seitens des AKVs haben wir mit über 100 Aachenerinnen und Aachenern einen bunten und lauten Umzug vom Autonomen Zentrum bis hin zum Eurogress veranstaltet. Es gab Redebeiträge zu verschiedenen Themen, u.a. gab es eine Kritik an den Medien die vor allem jetzt nach den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln reine Hetze gegen unsere ausländischen Mitbürger verbreiten und als Wortgeber für die Rattenfänger von Pegida und Co funktionieren.

Vor dem Eurogress angekommen zeigten wir dem AKV und seinen Gästen mit Redebeiträgen und lautem Protest, was wir von ihrem „Ordensritter“ Markus Söder halten. Die Gäste der Veranstaltung wurden dazu aufgerufen, sobald Herr Söder die Bühne betritt den Saal zu verlassen, um ein Zeichen zusetzten.

Für uns steht Karneval für Weltoffenheit, Fröhlichkeit und gemeinsames Feiern und nicht für Abschottung und Hetze gegen Hilfesuchende.

Wir wollen keinen Scharfmacher, nicht hier, nicht in Bayern noch sonst wo!

Kein Comeback von HoGeSa

25. Oktober 2015

Zum Jahrestag der HOGESA-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln.

Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ wird für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Das werden wir nicht zulassen.

Nachdem die Polizei Kundgebung und Demo von HOGESA verboten hatte, hat mittlerweile das OVG Münster ausdrücklich eine Kundgebung von HOGESA erlaubt. Die Demo bleibt verboten. Die Polizei hat die Kundgebung von HOGESA auf den Barmer Platz nach Deutz verlegt, dagegen klagt der Anmelder der Demo, Dominik Roeseler (Pro NRW).
Trotz zahlreicher Gewaltankündigungen im Netz und sogar trotz Mobilisierungsvideos für die HOGESA Demo bei denen Vermummte den Messerkampf üben wurde die Kundgebung von den Gerichten nicht verboten. Dafür zu sorgen, dass dieser braune Spuk beendet wird, bleibt also uns überlassen.

Wir gehen dahin, wo die Nazis sind

Da noch Gerichtsverfahren laufen, steht noch nicht endgültig fest wo die HOGESA Kundgebung stattfindet. Fest steht aber schon jetzt: Wir wollen den Naziaufmarsch verhindern und deshalb gehen wir dahin wo die Nazis sind! Im Moment gehen wir davon aus, dass die Kundgebung von HOGESA in Deutz stattfinden soll am Barmer Platz (hinter dem Deutzer Bahnhof) und haben deswegen für 11.00h eine Kundgebung am Ottoplatz (Platz vorm Deutzer Bahnhof) angemeldet.

Hier findet ihr noch Mal unseren inhaltlichen Aufruf:
http://gegenrechts.koeln/2015/no-go-hogesa-2-0-kein-comeback-von-rassisteninnen-in-koeln/

Am Samstag, den 24.10. wird es vom Bündnis „Köln gegen Rechts eine antirassistische Demo unter folgenden Motto geben:
Fight Racism
Grenzen auf für alle!
Solidarität mit allen Geflüchteten!
https://www.facebook.com/events/800768290041746/

EA Köln
Der Ermittlungsausschuss Köln wird am Wochenende auf jeden Fall besetzt sein, näheres dazu hier: http://www.ea-koeln.de/?p=593

Wir werden Euch am 25.10. über twitter und facebook auf dem Laufenden halten.
Twitter: twitter.com/kgegenrechts (auch ohne Anmeldung möglich)
Hashtag: #koeln2510

Aktuelle Infos, Aktionskarten, Anreisepläne und inhanltliche Artikel zu HOGESA und der militanten Naziszene in Köln findet ihr bei Facebook unter:
https://www.facebook.com/Koeln.gegen.Rechts?ref=hl
oder auf unserer Internetseite:
http://gegenrechts.koeln/

HOGESA Aufmarsch blockieren

Festival der Jugend 2015

Ende Mai dieses Jahres ist es wieder soweit! Vom 22.-25. Mai 2015 findet das Festival der Jugend im Jugendpark in Köln statt. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen wollen wir feiern und diskutieren. Mit Konzerten, spannenden Workshops und aufregenden Sport- und Kulturangeboten wollen wir gemeinsam ein cooles Festival gestalten. Zu diskutieren gibt es für die arbeitende und lernende Jugend sehr viel. Überall bemerken wir, wie unsere Lebensumstände sich stetig verschlechtern, unsere Schulen zerfallen, unser Ausbildungsgehalt sinkt und unsere Wohnungen immer teurer werden. Doch Geld ist da! Aber wohin fließt das Geld, wenn nicht in Schule und Ausbildung oder die Kommunen? Ein großer Geldfresser in Deutschland ist die Bundeswehr, deren Etat in diesem Jahr schon wieder erhöht wurde. Die Bundeswehr wird weiter aufgerüstet und auch immer häufiger eingesetzt. Von deutschem Boden geht Krieg aus! Der deutsche Imperialismus dominiert die EU. Doch das ist nicht genug, die EU soll wachsen und mit ihr der Einfluss Deutschlands in der Welt. Krieg und Leid in aller Welt und Deutschland ist vorne mit dabei. Die Bundeswehr ist an 17 Kriegseinsätzen beteiligt. Tendenz steigend. Doch auch innerhalb Deutschlands rückt uns das Militär weiter auf die Pelle. Man will uns weiß machen, die Bundeswehr wäre eine Friedensarmee, die nur in Einsätze geschickt wird, um zu helfen. Außerdem sei die Bundeswehr ein toller Arbeitgeber – einer der größten Deutschlands sogar. Doch die Bundeswehr kämpft nicht für den Frieden und sie gibt uns auch keine guten und sicheren Jobs. Denn die deutsche Armee kämpft nicht für unsere Interessen als Schüler oder Auszubildende, sie kämpft für die Interessen der Banken und Konzerne in unserem Land. Wenn es heißt, es gehe um Demokratie und Menschenrechte, dann heißt das übersetzt: Es geht um Absatz- und Kapitalmärkte, es geht darum Profite zu vermehren. Dafür sollen wir als Soldaten tatsächlich in den Krieg ziehen. Doch wir wollen nicht nur diskutieren, das Festival hat wesentlich mehr Facetten: Von Fußballturnier bis Kistenklettern, von Foto-Workshop bis Hip Hop, von Werkstatt bis Kino, von Konzerten bis Party die ganze Nacht. Denn wir wollen auch feiern! Am Freitag und Samstagabend gibt es erst coole Konzerte auf der Großbühne und dann heiße Beats zum Tanzen! Wer dann noch Lust und Ausdauer hat, kann am Sonntag die historischen Errungenschaften der Arbeiterbewegung in Form vom Arbeiterliederabend zelebrieren.

Das komplette Programm  und weitere Infos findest du HIER

Wenn auch du nun Lust auf unser spannendes Festival der Jugend hast, schreib uns einfach eine Mail.

Wir freuen uns auch dich!

Mit der SDAJ zur LLL – Demo nach Berlin!

Kriegstreiber outen! Krieg dem Krieg heißt Kampf dem Kapital!
Die EU-Wahl 2014 hat gezeigt: Wir erleben in einen Rechtsruck in Europa – Sozialabbau, Islamfeindlichkeit und eine schärfere Einwanderungspolitik sind auf dem Vormarsch. Die „Alternative“ für Deutschland, die FPÖ in Österreich, die Front National in Frankreich: All diese Parteien konnten in den letzten Monaten deutlich zulegen. Aber statt sich gegen diese Entwicklung einzusetzen, unterstützt die deutsche Bundesregierung in der Ukraine Faschisten – namentlich die Partei Swoboda – um die Interessen der deutschen Banken und Konzerne durchzusetzen. Im Moment sind die Planungen eines Bundeswehreinsatzes in der Ostukraine im vollen Gange. Das wäre das 14. Land, in dem die Bundeswehr Krieg führt. Wozu das dient, wird auch von führenden Politikern immer offener ausgesprochen: Horst Köhler (Bundespräsident bis 2010 ) betonte, dass„auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege“ und erst vor kurzem meinte Joachim Gauck (amtierender Bundespräsident), dass „…es manchmal erforderlich ist auch zu den Waffen zu greifen.

Make capitalism history – Jugend gegen Krieg!
Wir wollen uns in Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg für unsere Interessen und gegen Sozialabbau und Kriege einsetzen! Deshalb fahren wir gemeinsam zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende. Aus ganz Deutschland organisieren wir Busse oder andere gemeinsame Anreisen nach Berlin. Am Samstag werden wir an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt teilnehmen und am Sonntag unsere Losungen gemeinsam mit 10.000 anderen Menschen auf die Straße tragen.

Wir rufen aber alle Jugendlichen auf sich gegen den deutschen Imperialismus einzureihen!
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Nicht in unserem Namen!

Beteiligt euch am Jugendblock auf der LLL-Demo!

Pfingsten 2014 heißt Sommer, Sonne, Sozialismus!

7. Juni 2014 13:00bis8. Juni 2014 16:00

Wenn du Politik und Diskussionen von Spaß und Party an Pfingsten nicht trennen willst, bist du am 7. Und 8. Juni auch dieses Jahr herzlich zum Pfingstcamp der SDAJ in Bochum eingeladen! Gemeinsam ziehen wir Workshops zur Interessenvertretungspolitik von SchülerInnen und Azubis in unserer aktuellen Kampagne auf, diskutieren über unsere antifaschistische Arbeit als bundesweit aktive NazigegnerInnen und stellen fest, welche Aufgaben wir künftig als internationalistische Jugend auch durch die aktuelle deutsche und europäische Flüchtlingspolitik angreifen müssen. Kämpferische Diskussionen und ständiger Austausch sind und waren immer unentbehrliche Grundlagen der Jugend, um den Kapitalismus zur Geschichte zu machen!
Aber wer arbeiten kann, der kann auch feiern – und weil wir beides besonders gut können, ist auch das Abendprogramm für CocktailliebhaberInnen, Dancefrogs und Fans von Arbeiterliedern wie immer ebenso fester Bestandteil des Programms, wie ein knackiges (das hängt von euch ab 😉 Fußballturnier und natürlich der legendäre Hamburger Fünfkampf! Verpflegung – selbstverständlich auch vegane – und Getränke gibt’s vor Ort!
Für ein actionreiches, lehrreiches und unvergessliches Pfingstwochenende 2014!
Wenn ihr fragen habt oder euch Anmelden wollt schreibt uns einfache eine Mail an:  kontakt@sdaj-rheinland.de

“Ohne Wähler geht ihr heut nach Haus”

Rund 250 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am gestriegen Nachmittag auf dem Willy-Brandt-Platz in Aachen um ProNRW Contra zu geben. Durch den lautstarken Protest wurde deren Wahlpropaganda massiv gestört. Das Auftreten der Pro´ler war vollkommen lächerlich, sie liefen von ihrem Transporter aus in ihren “Käfig”.  Mit ihren Deutschlandfähnchen positionierten sie sich dann, um die beiden Hauptredner zu unterstützen, welche eine sehr verdrehte Wahrnehmung in ihren Reden vertraten. So wurden z.B die antifaschistischen GegnerInnen kurzerhand als Faschisten bezeichnet. Tatsächlich hielten die Pro´ler 2 Stunden lang in ihrem Gehege aus, beschwerten sich jedoch über Kopfschmerzen auf Grund der Lautstärke die sie schon den ganzenTag wärend ihrer Wahltour aushalten mussten. Nach einer ernüchternden Kundgebung für ProNRW mussten sie unter verspottenden Rufen wie “Ohne Wähler geht ihr heut nach Haus” ihre Sachen zusammen packen und wieder in ihren Transporter steigen, da ihr Auslauf für diesen Tag nun endete.

Die Polizeiführung hinterließ erneut einen zweifelhaften Eindruck bei den Gegendemonstranten. Erstens wurde eine friedliche Blockade aufgelöst und die Daten der Blockierer widerrechtlich erfasst, zweitens wurden die GegendemonstrantInnen z.T. durchgehend von der Polizei gefilmt und fotografiert.  Aber dieses mehr als übertriebene Verhalten seitens der Polizei ist man ja schon gewöhnt. Alles in Allem kann man sagen das ProNRW keinen netten Aufenthalt in Aachen hatte.

AFD Stammtisch jetzt in Burtscheid?

Am gestrigen Abend (29.01.14) veranstaltete die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AFD) eine Kundgebung vor dem Einhard-Gymnasium in Aachen. Sie wollten dort ursprünglich ihren „Stammtisch“ veranstalten, bei dem sie über Lokalpolitik diskutieren wollten, doch „stellte die Stadt Aachen ihnen den Stuhl vor die Türe“ und versagte ihnen die Räumlichkeiten.
Schon im Vorfeld wurde die AFD von anderen Gastronomiebesitzern vor die Tür gesetzt.
Nach der Kundgebung, welche sowohl von AFDlern als auch AntifaschistInnen reich besucht war, wollte die AFD ihren „Stammtisch“ in der Burtscheider Kneipe „Kapellchen“ durchführen. In dieser Kneipe treffen sich seit mehreren Jahren Antifaschistische Gruppen und linke Parteien, so war ein regelmäßiges Treffen des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Aachen (AFAB) an diesem Abend geplant.
Während einige Mitglieder des AFAB´s vor dem Kapellchen warteten, kamen Mitglieder der AFD und betraten die Kneipe. Daraufhin wurde der Wirt durch das AFAB darüber in Kenntnis gesetzt, dass diese Leute der AFD angehörten. Der Wirt erklärte, er würde diese nicht hinauswerfen, wenn sie sich ordentlich benähmen. In der Zwischenzeit sammelten sich mehrere AntifaschistInnen vor der Kneipe und warteten auf die Reaktion des Wirtes, zudem traf auch die Polizei ein und redete ebenfalls mit dem Wirt.
Trotz mehrmaligen Aufforderungen durch die antifaschistischen Stammgäste des „Kappellchen“s, dass der Wirt von seinem Hausrecht Gebrauch machen solle und den Rechtspopulisten das Verweilen in der Kneipe verweigern solle, ließ dieser den Antifaschistinnen über die Polizei mitteilen, dass er nicht möchte, dass sie die Kneipe betreten solange die Mitglieder der AFD sich dort befänden.
Dies ist ein herber Rückschlag für das „Kappellchen“ und dessen Wirt, da auf Grund seines Verhaltens zwei Gruppen ihre schon eingetragenen Sitzungstermine noch vor Ort strichen.
Es stellt sich die Frage, weshalb der Wirt nach Aufklärung über die Gesinnung seiner „Gäste“ nicht dem Beispiel der Stadt und den anderen Gastronomen gefolgt ist, welche der AFD ihre Räumlichkeiten versagten?
 

100 Jahre Krieg gegen die Jugend – 100 Jahre Widerstand!

„Deutschland, in dem die Masse des Volkes wirtschaftlich ausgebeutet, politisch unterdrückt ist, wo nationale Minderheiten durch Ausnahmegesetze drangsaliert werden, hat keinen Beruf zum Völkerbefreier.“
– Karl Liebknecht

1914. Es ist der Vorabend des ersten Weltkriegs. Der rasante Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält an – Deutschland hat sich zur größten Industrienation Europas entwickelt. Die deutschen Konzerne sind auf der Suche nach neuen Absatzmärkten. Und so wird der deutsche Militarismus mobil gemacht.
Um den Kriegsgegnern die Schlagkraft zu nehmen und auch linke und sozialdemokratische Arbeiter für den Krieg zu gewinnen, geben die Herrschenden die Parole aus, das Vaterland müsse gegen den „blutrünstigen russischen Despotismus“ verteidigt werden. Der Krieg sei dazu da, den grausamen Zar zu stürzen, der sein eigenes Volk knechte und die Freiheit Europas bedrohe. Mit der Übernahme dieser Menschrechtsdemagogie rechtfertigte die Mehrheit der SPD-Führung ihre Zustimmung zu den Kriegskrediten und den damit verbundenen Übergang auf die Position des Mordens von Millionen für die Profite der Banken und Konzerne.

2014. „Deutschland steht heute gut da. Deutschland ist Wachstumsmotor. Deutschland ist Stabilitätsanker. Eine starke Wirtschaft.“, sagt Angela Merkel. „Deutschland“ – damit meint sie die deutschen Banken und Konzerne. Und sie hat recht, denn dank der massiven Kürzungspolitik bei Bildung und Sozialem, dank der Bankenrettungen und dem Zwang zu brutalen Spardiktaten für südeuropäische Staaten, dank der „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ durch Niedriglöhne, Leiharbeit und Rente mit 67 haben sich die deutschen Konzerne im Vergleich zu ihrer europäischen Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschafft und so gehört Deutschland zu den drei führenden Exportländern weltweit.
Und wieder sucht man nach neuen Absatzmärkten – und findet sie: „Das Assad-Regime setzt schwere Waffen wie Hubschrauber, Geschütze und Panzer für grausame Gewalt, für einen regelrechten Krieg gegen das eigene Volk ein.“, sagt Guido Westerwelle. Dass sich Berichte häufen, die Massaker und Folterungen seien von den auf dem Rückzug befindlichen Rebellen verübt worden, um diese den Regierungstruppen anzulasten und so einen Militäreinsatz zu provozieren, interessiert unsere Bundesregierung dabei nicht. Sie bereitet sich bereits auf einen neuen Krieg vor.

Dass Deutschland wieder Kriege führt, dass das „deutsche Job-Wunder“ eigentlich gar keins ist und dass bei Bildung und Sozialem gespart werden „muss“, aber für spontane Bankenrettungen plötzlich hunderte Milliarden Euro locker gemacht werden – das ist für Viele nichts Neues. Der deutsche Imperialismus hatte noch nie besonders viel für uns übrig. Als einer der größten Waffenexporteure weltweit ist die deutsche Regierung mitverantwortlich für den Tod zahlreicher Menschen. Aber die deutschen Weltmachtsambitionen bekommen wir auch als Jugendliche in Deutschland zu spüren. Ein kostenloses Mittagessen für alle SchülerInnen für ein Schuljahr würde beispielsweise genau so viel kosten wie die Anschaffung neuer Transportflugzeuge A400M fürs Militär. Doch was tun?

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wussten das schon 1914. Mit der Ablehnung der Kriegskredite, mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft, in der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht ständig unter Beschuss steht. Mit der russischen Oktoberrevolution von 1917 vor Augen war es dann 1918 auch in Deutschland soweit: Mit der Novemberrevolution erkämpften sie den 8-Stunden-Tag, das Frauenwahlrecht und Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit, das Recht der Arbeiter auf Betriebsräte und Kündigungsschutz. Auch wenn das eigentliche Ziel der Novemberrevolution – ein sozialistisches Deutschland – nicht erreicht wurde und die Herrschenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließen, zeigt dieses Beispiel dennoch deutlich: Widerstand lohnt sich. Damals wie heute.

Am 11. und 12. Januar 2014 wollen wir in Berlin daher nicht nur Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und alle anderen Revolutionären dieser Novemberrevolution gedenken, wir wollen ein kämpferisches Zeichen gegen die Kriege der Herrschenden setzen. Wir machen klar, dass die Perspektive der Jugend nur eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise & Armut sein kann – Der Sozialismus. Denn ob 1914 oder 2014 – der Kampf geht weiter.

in den letzten Monaten teilweise sehr große Demonstrationen statt. Gemeinsam wollen wir die Erfahrungen unserer Arbeit innerhalb der Flüchtlingsproteste zusammentragen und diskutieren.

12.30 Uhr | Workshop: Krieg im Interesse der Jugend? – Jugendoffiziere im Visier! | Jugendoffiziere werben an Schulen (aber auch an Universitäten und sogar bei Gewerkschaftsgliederungen) für die deutsche Militär- und Kriegspolitik. Ihre Aufgabe besteht in der ideologischen Rechtfertigung von Aufrüstung, Militarismus und Krieg. Nicht ohne Erfolg: die übergroße Mehrheit der BundesbürgerInnen wählt nach wie vor Kriegsparteien. Der Workshop nimmt die Frage ins Visier, wie die ideologischen Rechtfertigungsmuster der Jugendoffiziere funktionieren und was wir ihnen als Antimilitaristen in unserer Agitation und Aktionstätigkeit entgegensetzen können.

14.00 Uhr | Jugendpodium: Ihre Kriege auf unsere Kosten – Jugend im Visier des Militarismus (Kleistsaal) | Trotz Afghanistan-Abzug und öffentlichem Druck im Drohnenskandal: Der Anspruch der deutschen wirtschaftlichen und militärischen Eliten, den deutschen Einfluss in der Welt zu steigern wird nach wie vor aufrechterhalten. Dauerhafte und kurzfristige Kriegseinsätze, Umbau der Bundeswehr zur schlagkräftigen Interventions- und Besatzungsarmee, gigantische Rüstungsprogramme, weltweit konkurrenzfähige Rüstungsmonopole – deutsche Kriegsambitionen sind keine Träume größenwahnsinniger Militärs sondern werden mit tiefgreifenden Maßnahmen untermauert. Die Triebkraft hinter diesen Erscheinungen ist die Durchsetzung deutscher Konzerne in der weltweiten imperialistischen Konkurrenz mit militärischen Mitteln zur Eroberung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten, Handelsrouten und damit zur Erlangung von Extraprofiten. Diese Entwicklung betrifft die arbeitende und lernende Jugend, weil die Aufrüstung sprichwörtlich auf ihre Kosten geht und sie unmittelbar der Vorbereitung künftiger Kriege dient. Damit steigt auch die Kriegsgefahr hierzulande. Weiterhin werden Jugendliche in Schule und Universität immer mehr der Kriegspropaganda ausgesetzt und zur Zusammenarbeit mit dem Militär gezwungen. Die Bundeswehr drängt in die Öffentlichkeit als „attraktiver Arbeitgeber“. Die Militarisierung setzt sich im Innern fort: Nach US-Vorbild werden „Heimatschutz“-Stäbe geschaffen und Freikorps-ähnliche Verbände zur Aufstandsbekämpfung aufgestellt. Diese Kriegstreiberei geht vor allem auf Kosten der Jugend. Diese Einschätzung wollen wir mit unseren Podiumsgästen diskutieren. Zusagt haben bis jetzt die DIDF Jugend, GEW München, SDS/Solid und die SDAJ.

16.00 Uhr | Workshop: Café International | Im Kampf gegen den Militarismus ist der Internationalismus seit Beginn die Alternative der Arbeiterjugend. Alle gemeinsam gegen die imperialistische Kriegshetze. Internationale Solidarität statt Standortlogik. Wider der Profitlogik ob zu Konjunktur- oder zu Krisenzeiten. So unterschiedlich die Bedingungen in einzelnen Ländern auch sein mögen, sie sind alle den gleichen Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Produktionsweise unterworfen und so lohnt es sich, einen Blick auf die Lebens- und Kampfbedingungen der Jugend anderer Nationen zu werfen. Wir haben deshalb VertreterInnen der kommunistischen Jugendverbände aus den Südlichen Staaten Europas eingeladen, die von der aktuellen Weltwirtschaftskrise besonders hart betroffen sind. In kleinerer Runde soll es die Möglichkeit geben, direkt von ihnen zu erfahren wie sie die momentane Situation einschätzen, wie ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften ist. In unserem Café International könnt ihr konkrete Nachfragen stellen. Außerdem wird es Kekse für alle geben.

20.00 Uhr | Verbandstreffen | Gemeinsam wollen wir kurz einen Rückblick auf die Kämpfe im letzten Jahr und einen Ausblick auf das politische Jahr 2014 werfen. Mit Grußwörtern von internationalen Schwesterorganisationen mit Quiz und Arbeiterlieder stimmen wir uns auf eine coole Party am Abend ein.

Das Zusatzprogramm der SDAJ findet in den Räumlichkeiten im zweiten Stock der Urania statt. Das reguläre Programm der Rosa-Luxemburg-Konferenz ist einsehbar auf http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de

Busanreise

In zahlreichen Städten organisiert die SDAJ Busse zum LLL-Wochenende am 11./12. Januar 2014 in Berlin.

Bisher bestätigte Abfahrtsorte:

Stadt Abfahrt Ticketpreis Kontakt
Normal Soli Sozi
Augsburg 19:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Darmstadt 23:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Dortmund 01:45 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Essen 01:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Frankfurt a. M. 10:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gießen 01:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gütersloh 03:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Hamburg 06:00 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Kassel TBA 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Kiel 04:45 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Leverkusen 0:00 Uhr 30 € kontakt@sdaj-rheinland.de
München 17:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Schwerin 07:30 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de

Tickets und Infos bekommt ihr unter der jeweils angegebenen E-Mail-Adresse. Weitere Abfahrtsorte folgen in Kürze.

Yaşasın uluslararası dayanışma! Hoch die internationale Solidarität!

Solidaritätserklärung zu den Protesten in der Türkei

Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) erklärt sich solidarisch mit den aktuellen Protesten in der Türkei. Wir unterstützen die gerechtfertigten Forderungen der Bevölkerung und verurteilen die Repression gegen die AktivistInnen. Was als Protest gegen die Errichtung eines Einkaufszentrums im Gezi-Park in der Innenstadt Istanbuls begann, hat sich inzwischen zu einem landesweiten Aufstand ausgeweitet, der offen den Rücktritt von Ministerpräsident Erdoğan fordert. Trotz internationaler Kritik hält die Repression weitgehend unverändert an und hatte bisher mehrere Todesopfer zur Folge. Unsere Solidarität gilt insbesondere den Familien und Bekannten der Toten!

Gezielt geht die Regierung Erdoğans gegen AkteurInnen der Arbeiterbewegung vor, wie aus Solidarität streikende ArbeiterInnen. Die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) ist sowohl Teil der Protestbewegung als auch Ziel der Repression der Staatsorgane. Auf ihre Büros haben Polizeiüberfälle stattgefunden, zahlreiche Mitglieder wurden verletzt und verhaftet. Die Parteizentrale wurde von der Polizei mit Gasgranaten angegriffen.

Die 10-jährige Regierungszeit Erdoğans im Interesse der nationalen wie westlichen Bourgeoisie hatte die Errichtung eines rückständigen Moralkodex zur Folge, der viele Bereiche des alltäglichen Lebens rigoros einschränkt und zu einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen, insbesondere der Wohn- und Arbeitssituation der Bevölkerung führte. Auch Großmachtphantasien in der Region unter neoliberalen Vorzeichen spielen eine Rolle. Daher rührt die zunehmende Beteiligung der Türkei an NATO-Operationen und die aggressive Außenpolitik z.B. gegenüber Syrien. Zudem haben die Militarisierung der Gesellschaft und die Gewalt gegen Frauen zugenommen und es kam es zu einer drastischen Verschärfung der Unterdrückung des kurdischen Befreiungskampfes und der sozialen und politischen Bewegungen.

Aus all diesen Gründen ist der aktuelle Aufstand nicht nur gerechtfertigt – er ist notwendig!

Wir hoffen, dass sich die beteiligten politischen Kräfte weder durch weitere Repression, noch durch faule Kompromisse davon abbringen lassen, ihre Forderungen durchzusetzen! Wir begrüßen die Anstrengungen unserer Genossen der TKP, die in den Protesten einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, Klassenbewusstsein zu verbreiten, die Bewegung weiterzuentwickeln und den Kämpfen eine Perspektive zu geben. Wir unterstützen den Kampf der Jugendlichen, Studierenden, ArbeiterInnen undErwerbslosen, Gewerkschaften und fortschrittlichen Organisationen um ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben für alle BewohnerInnen der Türkei!

Die Bundesregierung muss der Erdogan-Regierung jede Unterstützung entziehen! Insbesondere die zur Aggression gegen Syrien stationierten Patriot-Raketenabwehrsysteme der Bundeswehr müssen sofort abgezogen werden! Die türkische Polizei und das Militär sind vor allem mit deutschen Waffen ausgerüstet. Wir fordern daher einen sofortigen Stopp aller Waffenexporte in die Türkei. Die Zusammenarbeit im Rahmen der NATO muss beendet werden!

Die SDAJ wird sich an der Solidaritätsbewegung in Deutschland beteiligen, um ihren Beitrag zur Durchsetzung dieser Forderungen zu leisten.

Yaşasın uluslararası dayanışma! Hoch die internationale Solidarität!