WE CAN’T BELIEVE WE’RE STILL PROTESTING

Anlässlich des Internationalen Frauentages hatten das Türkische Volkshaus Aachen und die Griechische Gemeinde am 08. März zum gemeinsamen Feiern eingeladen.

In geselliger Runde wurde, teilweise dreisprachig, über die Situation der Frauen diskutiert, Gedichte vorgelesen, Lieder gespielt, Filme gezeigt und Comics betrachtet, denn der Internationale Frauentag, der in Deutschland zum ersten Mal 1911 gefeiert wurde, ist heute leider immer noch genauso wichtig wie damals – und nicht nur in Deutschland! Während es in Deutschland vor allem um die gerechte und gleiche Bezahlung von Frauen und Männern geht, um das Ende der Ausbeutung durch asoziale Arbeitsgesetzgebung und wirtschaftliche Anerkennung von Reproduktionsarbeit (Kindererziehung, Pflege, Hausarbeit), müssen in anderen Teilen der Welt immer noch grundlegende Missstände bekämpft werden:

In der Türkei werden Frauen wieder zunehmend von der Politik unterdrückt. Hinzu kommen die häusliche Gewalt gegen Frauen und die erschreckende Zahl an so genannten Ehrenmorden in den ländlicheren Gebieten, bei denen die Staatsgewalten meist durch Wegschauen glänzen.

In Griechenland hat sich die Situation der Frauen durch die von der EU und Deutschland provozierte Krise dramatisch verschlechtert: Die Arbeitslosenquote bei Frauen stieg nochmals stärker als die von Männer und durch die Sparmaßnahmen der Regierung im sozialen Sektor müssen Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Sozialzentren geschlossen werden – Einrichtungen, die bisher die Familien entlastet haben und deren Aufgaben nun wieder auf den Schultern der Frauen lasten.

Die teils drastischen, teils unterhaltsamen Beiträge regten zum Nachdenken an und machten deutlich, dass es auch nächstes Jahr wieder heißen muss:

Gegen Sexismus und Diskriminierung! Für Solidarität und Veränderung!

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