Die Bundeswehr: Ein ganz normaler Arbeitgeber?!

 

Viel Geld, sicherer Job, großes Abenteuer, hohe Ausbildungsqualität

So ungefähr wird versucht uns die Ausbildung bei der Armee schmackhaft zu machen – in der Schule, auf Berufsmessen, im Jobcenter aber auch auf Plakaten, in Zeitungen, im Fernsehen oder im Radio. Soldat – ein notwendiger und ehrenwerter Beruf. In der Werbekampagne „Mach was wirklich zählt“ kann man es dann sehen: Die „Truppe“ ist cool und sie schaut nicht zu, wenn Unrecht passiert sie tut was dagegen. Das Image das die Bundeswehr sich geben will ist klar: Sie verteidigt Menschenrechte und Demokratie, schleppt bei Umweltkatastrophen Sandsäcke und hält die Wirtschaftswege frei – und dass alles für unser aller Interesse.

Ach ja?

Überall fehlen Ausbildungsplätze, die Zugangsbeschränkungen an den Unis werden immer höher, nach der Ausbildung ist eine Übernahme meist sehr unsicher und wenn man sie dann hat, meistens befristet. Kaum einer von uns hat noch die Illusion vom sicheren Job geschweige denn einer freien Lebensplanung. Dagegen wirkt eine Ausbildung oder ein Studium bei der Bundeswehr tatsächlich sehr attraktiv: Über 1000€/Monat für eine Ausbildung oder Studium und dann auch noch eine Jobgarantie im Anschluss. Wo findet man das noch?

Und trotzdem sollte man doch stutzig werden: Die Bundeswehr hat nämlich Nachwuchssorgen. Fast ein Drittel der Freiwilligendienstleistenden brechen nach der Probezeit von 6 Monaten ihren Freiwilligendienst ab – und das trotz der hohen Bezahlung von über 1000€ pro Monat.

Sicherer Job?

Wenn du bei der Bundeswehr eine Ausbildung oder ein Studium machst, dann hast du einen sicheren Job, einen ziemlich sicheren sogar. Um genau zu sein verpflichtest du dich bei einer Ausbildung für 9 Jahre, bei einem Studium für 13 Jahre, für ein Medizin- oder Pharmaziestudium für 17 Jahre. Und vielleicht ist dieser Job sogar totsicher…

Großes Abenteuer?

Wenn du bei der Bundeswehr eine Ausbildung oder ein Studium machst, verpflichtest du dich ins Ausland zu gehen. Was da als Abenteuer verkauft wird, ist in Wirklichkeit der reinste Horror. Über 100 Soldaten haben bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr bisher ihr Leben verloren. Nach der Heimkehr haben ein Drittel der Soldaten tote oder schwerverletzte Kameraden gesehen, 36% wurden durch Artillerie beschossen oder durch Minen oder Raketen angegriffen und 30% haben Leichen oder Teile von Leichen gesehen. Die Zahlen posttraumatischer Belastungsstörungen nach dem Auslandseinsatz steigen. 55% der Frauen bei der Bundeswehr berichten von sexueller Belästigung.

Hohe Ausbildungsqualität?

Die Bundeswehr wirbt damit, wie normal ihre Ausbildung ist, und dass ihre Ausbildung auch nach der Zeit bei der Bundeswehr im zivilen Leben genutzt werden kann. Die Ausbildung bei der Bundeswehr ist aber keineswegs normal. Jede Ausbildung und jedes Studium umfasst nämlich auch die Ausbildung zum Soldaten. Dass die Ausbildung bei der Bundeswehr eben nicht im zivilen Leben eingesetzt werden kann, beweisen schon die sogenannten „Wiedereingliederungsprogramme ins zivile Leben“ für Soldaten, die wieder ins zivile Leben einsteigen wollen. Natürlich schult die Bundeswehr ihre Soldaten so, dass sie für ihre Zwecke gut einsetzbar sind und das bedeutet dann z.B. für den Kfz-Mechatroniker eben, dass er lernt Panzer zu reparieren und keine PKWs.

Für wen?

Die Bundeswehr ist eine Armee im Einsatz – Deutschland führt Krieg. Dieser Fakt wurde lange geleugnet. Häufig wurde argumentiert, dass die Bundeswehr sich nur an humanitären Hilfseinsätzen beteilige, und damit gegen Armut und für Demokratie und Menschenrechte kämpfe. Heute wird immer offener gesagt, worum es bei den Auslandseinsätzen geht, nämlich um die Akquirierung von Rohstoffquellen und die Sicherung von Handelswegen. Nun wird aber versucht das als gemeinsames Interesse Deutschlands darzustellen. „Wir“ profitieren von einer starken deutschen Wirtschaft, „Wir“ profitieren von einem mächtigen Deutschland in der Welt.

Verarschen können wir uns alleine!

Dieses gemeinsame deutsche Interesse gibt es nicht. Soldaten geben ihr Leben, die Bevölkerung anderer Länder wird ermordet und ihre Länder zerstört. Doch weder die Bevölkerung dieser Länder noch wir profitieren davon. Davon profitieren alleine die deutschen Banken und Konzerne. Und genau diese Banken und Konzerne sind es, die uns auch hier in Deutschland das Leben schwer machen. Sie drücken die Löhne und verschlechtern die Arbeitsbedingungen, um ihre Profite zu steigern. Sie verhindern, dass wir ausreichend Ausbildungsplätze haben und sorgen so wieder für den Nachwuchs, der aus Perspektivlosigkeit für ihre Profite in den Krieg zieht.

  • Bundeswehr raus aus Schulen, Jobcentern und Berufsmessen! – Kein Werben fürs Sterben!
  • Zivile Ausbildungsplätze für alle!
  • Bundeswehr abschaffen!

Nicht jeder Clown gehört zum Karneval

Am 23.01.16 wurde wie jedes Jahr wieder der Orden „Wider den tierischen Ernst, für Humor und Menschlichkeit im Amt“ vom Aachener Karnevalsverein (AKV) verliehen.

Jedes Jahr folgt die Politprominenz der Einladung des AKVs und feiert feucht fröhlich den Karneval.

Diesmal fehlten allerdings einige der Stammgäste und es gab einen Protest-Geisterzug bis vor den Eurogress, denn in diesem Jahr wurde dieser Orden an Bayerns Finanzminister Markus Söder verliehen. Gemeinsam mit dem Bündnis der Antirassistischen Offensive Aachen wurde ein breiter Protest geplant. Ein Offener Brief an den AKV, in dem man die Veranstalter dazu aufrief, sich einen anderen Ordensträger, der nicht für rassistische Hetze und Ausgrenzung steht, zu suchen wurde nicht beantwortet. Selbst die Absage der Lokalmatadore der „4-Amigos“ und Sarah Wagenknechts, die im letzten Jahr die große Rede hielt, brachte den AKV nicht aus dem Konzept.

Aufgrund dieses ignoranten Verhaltens seitens des AKVs haben wir mit über 100 Aachenerinnen und Aachenern einen bunten und lauten Umzug vom Autonomen Zentrum bis hin zum Eurogress veranstaltet. Es gab Redebeiträge zu verschiedenen Themen, u.a. gab es eine Kritik an den Medien die vor allem jetzt nach den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln reine Hetze gegen unsere ausländischen Mitbürger verbreiten und als Wortgeber für die Rattenfänger von Pegida und Co funktionieren.

Vor dem Eurogress angekommen zeigten wir dem AKV und seinen Gästen mit Redebeiträgen und lautem Protest, was wir von ihrem „Ordensritter“ Markus Söder halten. Die Gäste der Veranstaltung wurden dazu aufgerufen, sobald Herr Söder die Bühne betritt den Saal zu verlassen, um ein Zeichen zusetzten.

Für uns steht Karneval für Weltoffenheit, Fröhlichkeit und gemeinsames Feiern und nicht für Abschottung und Hetze gegen Hilfesuchende.

Wir wollen keinen Scharfmacher, nicht hier, nicht in Bayern noch sonst wo!

Die Stadt gehört uns!

Am Sonntag (13.12.) will ein PEGIDA Ableger nun auch in Aachen hetzen. Doch das Aachen ein schlechtes Pflaster für Rassisten ist, dürfte den Anmeldern schon jetzt deutlich geworden sein. Denn schon kurz nach dem Bekanntwerden des Gerüchtes, dass PEGIDA kommt, meldeten viele  verschiedene Gruppen Kundgebungen im gesamten Stadtgebiet an, um so möglichst breit die Bevölkerung über die rechten Hetzer aufzuklären.

So blieb der Polizei nichts anderes übrig, als die Rassisten auf den Vorplatz des Tivoli zu verlegen, wo neben einem leeren Stadion (Welches rassistische Sprüche zur Genüge kennt) das ebenfalls leere Finanzamt wohl weniger Attraktiv sein dürfte. Zwar haben die Rassisten vor auch noch eine Demonstration in die Stadt durchzuführen, jedoch wird dies ein schwieriges Unternehmen. Denn das Bündnis Antirassistische Offensive, welches schon jetzt die Stadt blockiert, wird sich den Rassisten in den Weg stellen.

Selbst die Presse reagierte äußerst Positiv auf die friedlichen und vor allem pfiffigen Aktionen des Bündnisses. “Die Linken waren schlauer” schreibt die Aachener Nachrichten und die Aachener Zeitung titelt “Geschickte Taktik verbaut Pegida die Innenstadt”. Vielleicht wäre die beste Idee von PEGIDA erst gar nicht mehr zu kommen. Widersprechen muss man aber dem Polizeipräsidenten, der laut Aachener Zeitung sagte: “Die Gegner werden da sein wollen, wo die Musik spielt. Man will dem Gegenüber ja auch sagen, was man davon hält.” In diesem Satz klingt das alte Lied mit, Links gegen Rechts und alles beim Alten. Nein wir wollen nicht einfach nur gegen eine unliebsame Meinung aufstehen, wir wollen klar machen, dass Rassismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen. Denn wozu führt Rassismus? Die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte hat dramatisch zugenommen, die Körperverletzungen gegen vermeintliche Flüchtlinge und Muslime ebenfalls, Dass ist die logische Konsequenz des von Gruppen wie PEGIDA verbreiteten Rassismus. Zudem stellt der Rassismus von PEGIDA einen Bruch mit dem Grundgesetz dar, denn dieses Grundgesetz wurde im Geiste erschaffen, dass nie wieder Faschismus und Rassismus auf deutschem Boden möglich sein soll, dazu gehört auch, dass derjenige seine Rechte verwirkt der das friedliche Zusammenleben der Völker schädigt. Aber was genau macht PEGIDA?

Zudem gehen wir auf die Straße, weil wir zeigen wollen, dass PEGIDA uns spaltet und damit schwächt. Denn wir und alle hilfesuchenden dieser Welt haben ein gemeinsames Interesse und einen gemeinsamen Ausbeuter. Man muss nur ein paar kurze Fragen stellen.

Wer verursacht den Krieg im Nahen Osten?
Wer verhilft westlichen Unternehmen zu großer Macht in z.B. Afrika? So dass sie die Bevölkerung zwingen zu Dumpinglöhnen zu arbeiten, gleichzeitig aber teurere Westimporte zu kaufen? Was dann zur Armut und damit auch zur Flucht führt.
Wer hat die Hartz IV Gesetze verabschiedet und damit tausende in ein menschenunwürdiges Leben geschickt?
Wer erhöht die Arbeitszeit und senkt die Löhne, so das ein gutes Leben nicht mehr möglich ist?

Die Antwort ist leicht, es ist immer noch das kapitalistische System und die von ihm profitierenden Banken und Konzerne.
Auch deshalb gehen wir gegen unsere Feinde am Sonntag auf die Straße, denn indem sie uns spalten, nehmen sie uns unsere Stärke und beweisen damit einmal mehr, dass sie die Kettenhunde des Kapitals sind.

Darum kommt alle am Sonntag ab 10 Uhr zum Westbahnhof und lasst uns PEGIDA endgültig die Suppe versalzen!

SDAJ beim 1. Mai

1.Maibild-Seite001Auch dieses Jahr haben wir uns wieder an den 1. Mai-Aktionen des DGB in Aachen beteiligt. Gemeinsam mit unserem Aktionsbündnis Aachener Kommunisten, unterstützen wir die Demonstration lautstark und machten auf die schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer heutigen Zeit aufmerksam.  Bei der Feier auf dem Aachener Markt haben wir während unseres gemeinsamen Infostandes mit den türkischen, griechischen, iranischen und den Genossen der DKP, viele verschiedene Diskussionen geführt. Ein Höhepunkt war, als Ministerpräsidentin Kraft auf der Bühne eine Rede von sich ließ, die ein einziger Hohn war. So sei es heute für jeden möglich einen freien Zugang zur Bildung zu haben, es wäre nun nicht mehr ein Problem studieren zu können, wenn man dies möchte. Doch nur weil die Studiengebühren abgeschafft wurden, ist es lange noch nicht möglich, dass Jede/r sich das Studium leisten und dann auch noch erfolgreich abschließen kann. Wer den Studienbeitrag nicht gerade von seinen Eltern bezahlt bekommt, muss neben dem Erwerb für eine eigenständige Lebenssicherung (Miete, Lebensmittel, Kleidung etc.) auch diesen nicht grade niedrigen Studienbeitrag jedes Halbejahr aufbringen. So kommt es nicht selten vor, das der Nebenjob zum Hauptberuf wird und das Studium in den Hintergrund gerät. Aber wir wollen auch nicht die Situation in den Schulen vergessen. Jedes Jahr müssen Bücher und andere Materialien aus der eigenen Tasche bezahlt werden, das Mittagessen in den Mensen und weitere Verbrauchmaterialien wie Hefte, Blöcke, Stifte und und und darf man auch nicht vergessen zu kaufen. Ständiger Stundenausfall wegen Lehrermangel, Schulbücher aus dem letzten Jahrhundert und veraltete Unterrichtsmethoden erschweren das Lernen ebenfalls. Deshalb konnten wir unseren Ohren fast nicht trauen als die liebe Hanelore ein Loblied auf die heutige Bildung sang. Für uns ist klar, wir müssen weiter und konsequenter für unsere Rechte kämpfen, denn die Augenwischerei, welche tagtäglich betrieben wird, wie z.b Versprechungen zu neuen Ausbildungsplätzen welche geschaffen werden sollen, bei denen aber keine Ausbildung stattfindet sondern eine reine Ausnutzung als billige Arbeitskraft, wachsende Einschreibezahlen an Unis, welche aber nicht die Abbrecherquoten berücksichtigen und so weiter darf uns nicht blenden. Die Hetze gegen Griechenland, welches uns ausnehmen und seine Schulenden nicht zurückzahlen will, wobei es die deutschen Großkonzerne sind, welche von Griechenlands Pleite profitieren, muss ein Ende haben. Auch deshalb haben wir ein Bündnis mit unseren griechischen Genossen zum 1. Mai angestrebt. Diejenigen die unsere Wahrnehmung trüben wollen, sind auch Diejenigen welche die Macht innehaben, sie wollen die Gesellschaft spalten, damit auch jeder kleinste Protest im Keim erstickt werden kann, um ihre Machtstellung zu sichern. Deshalb kämpfen wir solidarisch mit allen, in aller Welt gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit.

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

Faschistische Aufmärsche am 1. Mai verbieten! Sofort!

Der 1. Mai in Deutschland. Die Medien berichten lang und breit über gewaltbereite Linke in Berlin und Hamburg und nebenbei wird uns auch erzählt, dass es wieder viele Demonstrationen der Gewerkschaft gegeben hat und wenn es hoch kommt, dann wird auch gesagt, dass dem Aufruf der Gewerkschaft hunderttausende Menschen gefolgt sind.

Der wahre Skandal aber wird fast nur als Randnotiz vermerkt. Faschisten dürfen am Kampftag der Arbeiterklasse auf die Straße gehen. Na und, wird jetzt der ein oder andere sagen, in der Demokratie darf das nun mal jeder. Doch Faschisten sind nicht jeder. Der deutsche Faschismus hatte am 2. Mai 1933 die Gebäude der Gewerkschaft gestürmt und viele Genossen kamen in die Zuchthäuser und Konzentrationslager. Tausende wurden gefoltert und ermordet. Mit der Zerschlagung der Gewerkschaften wurden endgültig die Rechte der Arbeiterklasse zerbrochen. Anstatt eines Betriebsrates übernahmen nun die Konzernchefs selbst die Kontrolle über den Betrieb, die Arbeitslosenunterstützung wurde gesenkt und mit dem Reichsarbeitsdienst ein Zwangsdienst eingeführt, der den Unternehmen schon früh und noch vor den Zwangsarbeitern billige Arbeitskräfte sicherte.
Aber wir brauchen gar nicht nur in die Vergangenheit schauen. In der Ukraine wo Faschisten mit in der Regierung sitzen und zu den „Revolutionstruppen“ gehören, waren ihre ersten Aktionen Kommunisten und Gewerkschafter zu verfolgen und zu ermorden. Die Gräueltaten in Odessa zeigten erneut, dass die Faschisten im Interesse des Kapitals die Vertreter der Arbeiterklasse beseitigen.
Und an unserem Kampftag, da darf die NPD in Mönchengladbach demonstrieren, die RECHTE und ProNRW im Ruhrgebiet. In Weimar greifen Faschisten sogar die Maidemonstration der Gewerkschaft an und in Bayern wird am Abend vor dem 1. Mai das Auto einer Familie demoliert, welche sich seit Jahren antifaschistisch engagiert. Hier zeigen die Faschisten welche Rolle sie im Kapitalismus haben. Sie sollen uns zum einen spalten zwischen „deutschen“ und „ausländischen“ Arbeitern und zum anderen sollen sie uns durch Terror und Einschüchterungen von unserem Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung abbringen. Verängstigt sollen wir zu Hause sitzen bleiben und nicht mehr an Demonstrationen der Gewerkschaft teilnehmen.

Aus diesem Grund ist es nicht normal, dass Faschisten unter dem Schutz der Polizei an unserem Kampftag demonstrieren dürfen, es ist nicht normal, dass Faschisten Terror sähen und Ministerpräsidentin Kraft sich nicht zu blöde ist am 1. Mai die mehr als zweifelhafte Extremismustheorie auszugraben. Es muss endlich in der Gesellschaft verankert werden, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist und dass alle faschistischen Parteien und Organisationen verboten gehören. Bis dahin gilt es endlich ein Aufmarsch Verbot für alle Faschisten am 1. Mai zu verhängen, denn es ist nicht einzusehen, dass rechte Banden die Mörder unserer Kollegen und Genossen feiern können an unserem Tag.

Wir fordern:
Das Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien
Ein Aufmarschverbot für Faschisten am 1. Mai
Schluss mit der Extremismustheorie

DÜGIDA Stoppen! Fast geschafft!

Seit Wochen werden die Düsseldorfer durch die rassistische DÜGIDA “Bewegung” in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt. Lediglich durch das gewaltige Polizeikontingent kann an jedem Montag die Demonstration der nunmehr knapp 40 Rassisten durchgesetzt werden.

Doch verschiedene Gruppen versuchen unermüdlich den Aufmarsch der Rassisten zu stoppen. Auch die SDAJ Aachen unterstützte nun schon zum dritten Mal die Antifaschisten in Düsseldorf dabei. Denn für uns endet der Antifaschismus nicht nur an den eigenen Stadtgrenzen oder gilt nur für “Großevents”. Während die Polizei bisher die Demonstrationen von DÜGIDA immer durchprügeln konnte, musste sie diesmal eine erste Niederlage erleben. Rund 25 – 30 Antifaschisten schafften es auf die Strecke der Rassisten zu kommen und eine friedliche Sitzblockade zu errichten. Während die Polizei beim ersten Räumungsversuch noch sichtbar Gewalt anwendete (Ein Demonstrant wurde durch Polizeikräfte vor die Füße der Rassisten geworfen, so dass diese den wehrlosen abfotografieren konnten und er Glück hatte, dass die selbst verwunderten Rassisten nicht zutraten.), sorgte die eintreffende Presse und Passanten dafür, dass es zu keiner weiteren Gewalt kam.

Zwar konnte die Blockade den Aufmarsch der Rechten nicht stoppen, aber er Zwang die Rassisten auf dem Bürgersteig zu gehen, was ihre blamable Vorstellung noch mehr manifestierte. Dieser kleine Erfolg dürfte allen Gegnern von DÜGIDA Mut machen noch entschlossener zu versuchen den Aufmarsch endlich zu stoppen. Denn eines ist sicher, je unangenehmer der Aufmarsch für die Rassisten wird, desto eher werden sie endlich aufgeben.

Auf unsere Solidarität können sich die Düsseldorfer dabei verlassen!

Festival der Jugend 2015

Ende Mai dieses Jahres ist es wieder soweit! Vom 22.-25. Mai 2015 findet das Festival der Jugend im Jugendpark in Köln statt. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen wollen wir feiern und diskutieren. Mit Konzerten, spannenden Workshops und aufregenden Sport- und Kulturangeboten wollen wir gemeinsam ein cooles Festival gestalten. Zu diskutieren gibt es für die arbeitende und lernende Jugend sehr viel. Überall bemerken wir, wie unsere Lebensumstände sich stetig verschlechtern, unsere Schulen zerfallen, unser Ausbildungsgehalt sinkt und unsere Wohnungen immer teurer werden. Doch Geld ist da! Aber wohin fließt das Geld, wenn nicht in Schule und Ausbildung oder die Kommunen? Ein großer Geldfresser in Deutschland ist die Bundeswehr, deren Etat in diesem Jahr schon wieder erhöht wurde. Die Bundeswehr wird weiter aufgerüstet und auch immer häufiger eingesetzt. Von deutschem Boden geht Krieg aus! Der deutsche Imperialismus dominiert die EU. Doch das ist nicht genug, die EU soll wachsen und mit ihr der Einfluss Deutschlands in der Welt. Krieg und Leid in aller Welt und Deutschland ist vorne mit dabei. Die Bundeswehr ist an 17 Kriegseinsätzen beteiligt. Tendenz steigend. Doch auch innerhalb Deutschlands rückt uns das Militär weiter auf die Pelle. Man will uns weiß machen, die Bundeswehr wäre eine Friedensarmee, die nur in Einsätze geschickt wird, um zu helfen. Außerdem sei die Bundeswehr ein toller Arbeitgeber – einer der größten Deutschlands sogar. Doch die Bundeswehr kämpft nicht für den Frieden und sie gibt uns auch keine guten und sicheren Jobs. Denn die deutsche Armee kämpft nicht für unsere Interessen als Schüler oder Auszubildende, sie kämpft für die Interessen der Banken und Konzerne in unserem Land. Wenn es heißt, es gehe um Demokratie und Menschenrechte, dann heißt das übersetzt: Es geht um Absatz- und Kapitalmärkte, es geht darum Profite zu vermehren. Dafür sollen wir als Soldaten tatsächlich in den Krieg ziehen. Doch wir wollen nicht nur diskutieren, das Festival hat wesentlich mehr Facetten: Von Fußballturnier bis Kistenklettern, von Foto-Workshop bis Hip Hop, von Werkstatt bis Kino, von Konzerten bis Party die ganze Nacht. Denn wir wollen auch feiern! Am Freitag und Samstagabend gibt es erst coole Konzerte auf der Großbühne und dann heiße Beats zum Tanzen! Wer dann noch Lust und Ausdauer hat, kann am Sonntag die historischen Errungenschaften der Arbeiterbewegung in Form vom Arbeiterliederabend zelebrieren.

Das komplette Programm  und weitere Infos findest du HIER

Wenn auch du nun Lust auf unser spannendes Festival der Jugend hast, schreib uns einfach eine Mail.

Wir freuen uns auch dich!

WE CAN’T BELIEVE WE’RE STILL PROTESTING

Anlässlich des Internationalen Frauentages hatten das Türkische Volkshaus Aachen und die Griechische Gemeinde am 08. März zum gemeinsamen Feiern eingeladen.

In geselliger Runde wurde, teilweise dreisprachig, über die Situation der Frauen diskutiert, Gedichte vorgelesen, Lieder gespielt, Filme gezeigt und Comics betrachtet, denn der Internationale Frauentag, der in Deutschland zum ersten Mal 1911 gefeiert wurde, ist heute leider immer noch genauso wichtig wie damals – und nicht nur in Deutschland! Während es in Deutschland vor allem um die gerechte und gleiche Bezahlung von Frauen und Männern geht, um das Ende der Ausbeutung durch asoziale Arbeitsgesetzgebung und wirtschaftliche Anerkennung von Reproduktionsarbeit (Kindererziehung, Pflege, Hausarbeit), müssen in anderen Teilen der Welt immer noch grundlegende Missstände bekämpft werden:

In der Türkei werden Frauen wieder zunehmend von der Politik unterdrückt. Hinzu kommen die häusliche Gewalt gegen Frauen und die erschreckende Zahl an so genannten Ehrenmorden in den ländlicheren Gebieten, bei denen die Staatsgewalten meist durch Wegschauen glänzen.

In Griechenland hat sich die Situation der Frauen durch die von der EU und Deutschland provozierte Krise dramatisch verschlechtert: Die Arbeitslosenquote bei Frauen stieg nochmals stärker als die von Männer und durch die Sparmaßnahmen der Regierung im sozialen Sektor müssen Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Sozialzentren geschlossen werden – Einrichtungen, die bisher die Familien entlastet haben und deren Aufgaben nun wieder auf den Schultern der Frauen lasten.

Die teils drastischen, teils unterhaltsamen Beiträge regten zum Nachdenken an und machten deutlich, dass es auch nächstes Jahr wieder heißen muss:

Gegen Sexismus und Diskriminierung! Für Solidarität und Veränderung!

SDAJ ist Teil des 8. Mai Komitees

Am 9. März trafen sich verschiedene Gruppen aus Aachen, um gemeinsam zu beraten wie man am Besten den 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus angehen kann.

Dabei gingen alle davon aus, dass es gerade heute wichtig ist aufzuzeigen, dass Deutschland 1945 von der Anti-Hitler-Koalition befreit wurde. Besonders die Massenmedien versuchen in den letzten Jahren verstärkt die Rolle des deutschen Faschismus zu relativieren, hierzu werden die Vertriebenen in den Mittelpunkt gestellt und die Rolle des deutschen Kapitals vollkommen verschwiegen. Kein Wort darüber das große Konzerne und Banken sich am Elend der KZ-Häftlinge und der Menschen der überfallenen Länder bereichert haben. Kein Wort darüber, dass nach 1945 viele faschistische Verbrecher sofort wieder in der BRD Karriere machen konnten. Auch die Konzerne wurden bis zum heutigen Tag, wenn überhaupt zu lächerlichen Schadenszahlungen verurteilt.

Das 8. Mai Komitee soll dementsprechend nicht nur über die geschichtliche Seite des 70. Jahrestages informieren, sondern besonders auch den Bezug zu heute herstellen. Welche Rückschlüsse der Geschichte können wir benutzen bei der Betrachtung der Ukraine Krise? Was sagt es uns, wenn ein SPD Minister mit ukrainischen Faschisten posiert? Welche Rolle spielen PEGIDA und Co. bei der Spaltung der Gesellschaft.

Es gibt viel zu tun für das 8. Mai Komitee, wir von der SDAJ freuen uns auf die Herausforderung und die (hoffentlich) vielen Diskussionen auf der Straße, vor den Betrieben und Schulen.

SDAJ informiert Schüler

Am Dienstagmorgen stand die SDAJ mit ihrem Infostand vor der Montessori-Gesamtschule Aachen, um die Schüler über ihre Rechte und Möglichkeiten in der Schule zu informieren.

Zu oft haben viele Schüler keine Ahnung welche Möglichkeiten sich in der Schule bieten und das SV-Arbeit sich nicht nur um die Anzahl der Klorollen drehen muss. Vielmehr kann man auch einen politischen Beitrag in der SV leisten. Projekte die sich mit Lehrangeboten beschäftigen oder Engagement gegen Rassismus kann den Schülern früh zeigen, dass es an uns liegt wie die Gesellschaft sich entwickelt.

Wir wollten deshalb die Schüler motivieren sich mehr in ihren Interessenvertretungen zu engagieren und auch über die Schule hinaus ihr Recht auf politische Partizipation wahrzunehmen.